Suzuki, Kason

Kason Suzuki (鈴木華邨, 24. Januar 1860 – 3. Januar 1919) war ein bedeutender japanischer Holzschnittdrucker, der für seine meisterhafte Technik und seinen einzigartigen Stil bekannt war. Suzuki wurde in Tokio geboren und begann seine künstlerische Ausbildung als Student an der Tokyo School of Fine Arts. Nach seinem Abschluss studierte er Holzschnittdruck unter der Anleitung des berühmten Künstlers und Meisterdruckers Un'ichi Hiratsuka.

Suzukis Stil zeichnet sich durch feine Linien, komplexe Details und satte Farben aus. Seine Drucke zeigen oft Szenen aus japanischer Folklore und Mythologie sowie Landschaften und Natur. Besonders bekannt war er für die „Bokashi“-Technik, bei der mit einem speziellen Werkzeug Tinte auf den Holzblock aufgetragen wird und so subtile Farbverläufe entstehen.

Eines von Suzukis berühmtesten Werken ist seine Druckserie mit den „Geschichten von Ise“, einer Sammlung klassischer japanischer Poesie. Die Serie zeigt elegante Darstellungen von Naturszenen und Landschaften, die mit der für den Künstler typischen Liebe zum Detail und zur Verwendung von Farben wiedergegeben werden.

Suzukis Arbeit brachte ihm internationale Anerkennung ein und er stellte seine Drucke in Galerien und Museen auf der ganzen Welt aus. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den renommierten Orden des Heiligen Schatzes der japanischen Regierung.

Neben seiner Arbeit als Künstler war Suzuki auch ein engagierter Lehrer. Während seiner Karriere unterrichtete er an mehreren Kunstschulen und Institutionen, darunter der Tokyo School of Fine Arts und der Japan Print Association. Viele seiner Schüler wurden später selbst zu bedeutenden Holzschnittdruckern. Ohara Koson (1877-1945), ein berühmter Holzschnittkünstler, war einer seiner Schüler.

Quellen:

  • „Kason Suzuki: Meister der Druckgrafik“ von Naoko Takahatake, Los Angeles County Museum of Art (2018)
  • „Die Kunst von Kason Suzuki“ von Richard Lane, Asian Art Museum of San Francisco (1984)
  • „Japanische Holzschnitte: Künstler, Verleger und Meisterwerke 1680-1900“ von Andreas Marks, Tuttle Publishing (2010)